Archäologische Fundstelle Cuatro Puertas bei Telde im Osten von Gran Canaria

Der Berg von Cuatro Puertas oberhalb des Flughafens von Gran Canaria und an der alten Strasse von Telde nach Ingenio gelegen war eine der vielen Kultstätten der Altkanaren in Gran Canaria.
Auf dem Gipfel des Berges befindet sich eine in den Felsen geschnittene Kultstätte an der die Priester ihre Opfer darbrachten um die Götter gnädig zu stimmen.

Die Höhle von Cuatro Puertas (was vier Türen bedeutet) besitzt einen grossen Vorplatz der als Versammlungsort diente.
Auf der Südseite des Berges befindet sich eine grössere Zahl von künstlich in den Felsen geschlagenen Höhlen die den ansässigen Menschen als Wohnung dienten.
Wie schon gesagt war dies nicht der einzige heilige Ort auf Gran Canaria. Die spanischen Chronisten nach der Eroberung erwähnten auch die Stätten von Tirma und Umiaga auf dessen Gipfeln sich altkanarische Kultstätten befinden.

Der Berg von Cuatro Puertas oder auch Montaña Bermeja genannt liegt etwa 300 m über dem Meeresspiegel und wurde schon in Schriften aus dem 14 Jh erwähnt. Leider hat die Nutzung dieser Höhlen in den Jahrhunderten nach der spanischen Eroberung wenig Anhaltspunkte gelassen die ein besseres Licht auf diesen Komplex werfen lassen. Das Gebiet ist seit 1972 als historisches Monument auf Gran Canaria katalogisiert und ist dadurch speziell durch das Gesetz geschützt.

Die Höhlen von Cuatro Puertas

Die Höhle Cuatro Puertas die ihren Namen von den vier Eingangstüren hat wurde von den Ureinwohnern von Gran Canaria mit Steinwerkzeugen aus dem Felsen gehauen. Der Innenraum ist rechteckig mit einer kleine natürlichen Aushöhlung an einer Seite und der Boden wurde nicht eingeebnet. Vor der Höhle wurde eine Plattform geschaffen die einige runde Löcher im Boden enthält die nach einer besonderen Anordnung geschaffen wurden.
Diese Aushöhlungen wurden von einigen Wissenschaftlern als Stützpunkte für ein Vordach gedeutet, andere sehen sie als Teil einer religiösen Einrichtung an.
Der Zweck dieser Höhle wird unter den Wissenschaftlern auf Gran Canaria diskutiert. Er wird als Wohnstätte einer hochgestellten Persönlichkeit, eines Häuptlings, gedeutet oder als Kommunalraum mit religiösem oder sozialem Hintergrund. Was man ausschließt ist das es eine normale Höhlenwohnung gewesen ist.

Kultplatz an der Spitze des Berges.

Dieser Kultplatz "Almogaren" genannt, am Gipfel des Berges mit einer sehr guten Aussicht zum Sonnenaufgang wurde als Kultplatz genutzt. Es befindet sich ein grosser aus dem Stein ausgehöhlter Kreis und verschiedenen Kanäle und Aushöhlungen an dieser Stelle die wahrscheinlich für Milchopfer für die Gottheiten bestimmt waren. Andere Forscher aus Gran Canaria meinen jedoch keine ausreichenden Beweise für einen Kultplatz zu finden und allem einen nicht religiösem Zweck zuzuschreiben.

 

 

 

  

  

 

Die in die Wände eingeschnitzten U förmlichen Zeichen werden als Schriftzeichen interpretiert oder als Zeichen für die Mondphasen oder andere astronomischen Beobachtungen.

  

  

  

  

  

  

  

  

Die Höhle Cueva de los Papeles

Auf der Südseite des Berges sehen wir als erstes die Höhle Cueva de los Papeles
Mit einem runden Grundriss und einem Zimmer an einer Seite.
Vor der Höhle sehen wir in den Boden gehauene Kanäle für den Ablauf des Regenwassers und weitere Löcher für Holzbalken. Eine der Wände der Höhle enthält dreieckige Zeichen die dort eingeritzt wurden und traditionell mit Fruchtbarkeitsriten in Zusammenhang gebracht werden.

 

Die Höhlen Los Pilares

 

 

Die Höhlen Los Pilares stellen die Hauptwohnstätten diese Gebietes an der Montaña Bermeja dar. Die Ausrichtung nach Süden d.h. der windabgewandten Seite erlaubt auch einen sehr guten Überblick über die Ostküste von Gran Canaria.
Der Zugang zu den Höhlen führt über einen aus den Felsen geschlagenen Weg, über verschiedene Zugänge und Rampen. An den Eingängen befinden sich Aushöhlungen für Türpfosten.
Aufgrund des gesamten Zusammenhangs des Komplexes und einigen historischen Daten behaupten einige Wissenschaftler aus Gran Canaria, das es sich hier um die Wohnhöhlen von Priesterinnen handelt den sog. "maguadas" oder "harimaguadas".

 

 

 

   

  

  

  

Auf weiteren Seiten werde ich in nächster Zeit interessantes aus der Geschichte von Gran Canaria zur Verfügung stellen.

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