Geschichte von Lanzarote

Lanzarote war schon im Altertum bekannt. Die Geschichte beginnt mit den Phöniziern. Lanzarote wurde von diesen auf der Suche nach dem Farbstoff "Orchilla" besucht.

Lanzarote ist seit mindesten 2000 Jahren bevölkert. Durch die kaum vorhandenen archäologischen Reste weis man nicht allzu viel über die ersten Siedler und deren Geschichte. Vor der spanischen Eroberung war die Insel durch die Mahos (Majos) bevölkert. Dieser Stamm hat seinen Ursprung bei den Berbern. Sie nannten ihre Insel Tyterogakat oder "Tytheroygatra" das als die "verbrannte" übersetzt werden kann, wenn man Ausrücke aus der heutigen Sprache der Berber - Tuareg aus Zentralalgerien zu Hilfe nimmt. Soviel man an Wissen zusammengetragen hat lebten die Ureinwohner noch in der Steinzeit, vor allem von der Vielzucht, bauten aber auch Gerste und Weizen an, der gemahlen und geröstet wurde. Das war die Grundlage des "Gofio", Hauptbestandteil der Ernährung der Majos. Es wurde in geringem Masse Fischfang betrieben, jedoch nur an der Küste, da sie keine Boote einsetzten und nichts von der Seefahrt verstanden. Sie lebten im allgemeinen in Höhlen, bauten manchmal auch einfache Hütten. Sie bekleideten sich mit Fellen und Häuten und waren friedlich.

Im Jahre 1312 wurde Lanzarote von dem genuesischem Segler Lancelotto Malucello wiederentdeckt. Damit änderte sich die Geschichte von Lanzarote grundlegend. In den nächsten 15 Jahren betreibt er Handel mit den Einwohnern Lanzarotes und wahrscheinlich kommt auch ihr Name von dem Genueser. Lanzarote wird zum ersten mal auf einer Seekarte 1339 erwähnt. In den nächsten 50 Jahren waren die Besuche der Europäer eher feindlichter Natur man suchte vor allem Sklaven, Felle und Farbstoff. Durch den Sklavenhandel wird die Bevölkerung immer mehr dezimiert.

Als im Jahre 1402 die normannischen Söldner Juan de Behencourt und Gadifer de la Salle im Auftrag des kastilischen Königs Enrique III Lanzarote eroberten waren nur noch 300 Einwohner übrig. Sie errichteten Ihr Lager im Süden von Lanzarote in "El Rubicón". Nach dem die Eroberung Fuerteventuras vorerst gescheitert war, kehrte Bethencourth nach Kastilien zurück wo ihm die Herrschaft über Lanzarote zugestanden wurde. Nach verschiedenen gescheiterten Eroberungsversuchen von anderen Inseln und dem scheinbar geringem kommerziellem Wert von Lanzarote übergibt Jean de Bethencourt die Herrschaft an Maciot de Bethencourt ab.

Lanzarote wird eine Feudalherrschaft und wird immer weiter an die Abkommen der Bethencourts unter anderen der Conde Niebla, Hernán de Peraza und Pedro Barba vererbt. Durch die Nähe zu Afrika kommt es immer wieder zu Angriffen von Piraten. 1586 eroberte der berber Pirat Amurat mit 500 Mann Lanzarote und entführt die Landherren. 1617 greift Sir Walter Raleight Arrecife an und zerstört sie, 1618 überfällt und verwüstet der Pirat Soliman die Insel.

Am 1. September 1730 in der Nähe des Ortes Yaiza öffnet sich plötzlich die Erde und es entsteht ein neuer Vulkan. Der Süden von Lanzarote verändert sich total. 10 Ortschaften werden zerstört und in den nächsten sechs Jahren wird fast ein Viertel der Insel von der Lava zugeschüttet. Die Weidegebiete und Anbauflächen verschwinden und viele werden zum Auswandern gezwungen. 1824 bricht der Timanfaya erneut aus und verwüstet weite Teile des Südens. In den Folgejahren schaffen es die Bewohner sich an die neue Situation anzupassen und entwickeln spezielle Anbaumethoden den so-genanten "Lapillianbau". Lapilli sind kleine Steine aus Vulkanmaterial das besonders Porös ist. In der Nacht saugen sie sich mit der niederschlagenden Feuchtigkeit voll und geben diese dann an die Pflanzen ab. In den folgenden Jahren werden verschiedene landwirtschaftliche Kulturen angepflanzt. Angefangen mit der "Cosco" (Messembryantemun nodiflorum oder fructiferum) eine Bodenpflanze die für die Seifenherstellung wichtig war. Aus Amerika kamen dann die Kartoffeln, Tomaten und die Cochinilla Laus, aus der man einen roten Farbstoff gewann, mit seiner Wirtspflanze den "Tunos" welche über viele Jahre den wichtigsten Wirtschaftszweig von Lanzarote darstellte. Danach kam der Weinanbau mit seiner speziellen Anbauart in kleinen Trichtern mit ca 1-2 m Durchmesser, mit Lapilli umgeben. Dabei ist besonders ist die Art Malvasia hervorzuheben.

Im 20 Jhr. wird die gesamte Wirtschaft von Lanzarote durch den Tourismus bestimmt. Dabei spielten César Manrique und der damalige Präsident der Inselregierung José Ramirez eine wichtige Rolle. Sie schafften es einen Tourismus zu begründen der nicht auf größtmögliche Hotels und Touristenstädte ausgerichtet war sondern einen Qualitätstourismus der sich an die Gegebenheiten von Lanzarote anpasst.

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