Geschichte von La Palma

Die Ureinwohner von La Palma wurden "Benahoare" genannt. Sie waren in 12 Kantone eingeteilt, jede von ihnen mit einem Anführer.

Die Geschichte des Mittelalters begann mit der Eroberung von La Palma 1402 und dauerte bis 1496. Im Jahr 1447 Guillen de Peraza startet von Gomera aus mit drei Schiffen und 500 Mann um La Palma endgültig zu erobern. Bei einer Schlacht mit den Eingeborenen die sich nur mit ihren primitiven Waffen aus Holz und Steinen verteidigen, werden die Angreifer zurückgeschlagen und ihr Anführer tödlich durch einen Stein verwundet.

Am 29 September landen unter dem Kommando von Fernando de Lugo 900 Mann, die sich mit Verhandlungen 9 der 12 Kantone untertan machten. Nun wandelt sich die Geschichte. Nach einer Schlacht mit den letzten Aufständischen bleib nur noch der letzte Kanton "Acero" übrig. Nach erfolglosen Angriffen blieb den Spaniern nur noch ein Verrat. Sie lockten den Anführer mit der Aussicht auf Friedensverhandlungen in einen Hinterhalt und nahmen in gefangen. Damit war La Palma die vorletzte Insel in der Geschichte der kanarischen Inseln die am 3 Mai 1493 mit der Gründung von Santa Cruz endgültig als erobert galt.

Die Eroberer importieren verschiedene Kulturen wie Weizen, den Weinanbau und vor allem das Zuckerrohr. Letzteres stellte die wichtigste Einnahmequelle von La Palma in den ersten Jahrzehnten nach der Kolonisation da.

Der aufsteigende Handel fördert den Schiffsverkehr mit Europa und Amerika. Der Hafen von Santa Cruz de La Palma nimmt eine immer wichtigere Stellung ein und es werden die ersten Werften gebaut. Dieser Wohlstand zog jedoch Piraten und Freibeuter an, wie den Franzosen Francois Le Clerc (Holzbein) der 1533 Santa Cruz plünderte und niederbrannte. Die Piraterie beeinflusste nachdrücklich die Geschichte von La Palma.

Santa Cruz wir zur Heimat von Händlern und Bankiers, der Hafen wir drittgrösster im spanischem Reich. 1558 installierte man den ersten Gerichtshof für die Kolonie Amerika

Im siebzehnten Jahrhundert kommt La Palma zum wirtschaftlichen Höhepunkt, aufgrund des Handels unter anderem mit den Holländern, Franzosen oder England, die wichtige Handelskompanien auf der Insel installierten. Aufgrund der ausgedehnten Wäldern, die einzigen in dieser Art auf den Kanarischen Inseln, nahm in diesem Jahrhundert auch der Schiffsbau weiter zu.

Aber trotz des Reichtums oder wahrscheinlich deshalb wurde das Leben auf La Palma unangenehmer. Die reichen Familien und grossen Haciendas zogen viele Piraten aus der gesamten Umgebung an und es kam immer wieder zu Überfällen und Plünderungen.

Trotz des ökonomischen Aufschwungs des vorigen Jahrhunderts im folgenden 18 Jhr. wurde La Palma von vielen Problemen heimgesucht. Da waren die Hungersnöte aufgrund von Trockenheiten, die ungleiche Landverteilung und die andauernden Angriffe der Piraten. Das grösste Problem aber war das völlige Wegbrechen des Weinhandels, das speziell die Landbevölkerung in eine derartige Armut stürzte das sich diese sogar in den spanischen Chroniken widerspiegelte.

Dies verursachte in diesem und dem folgendem Jahrhundert eine massive Auswanderungswelle vor allem nach Venezuela und Kuba, was sogar zur Auflösung einiger staatlichen Einrichtungen führte.

Speziell in der zweiten Hälfte des 18 Jhr. findet eine neue Kultur und intellektuelle Bewegung in der Geschichte von La Palma statt, die 1773 zur ersten demokratisch gewählten Gemeinde in Spanien führt.

1836 kam die erste Druckmaschine nach La Palma und 1836 wurde die erste Zeitung herausgegeben. Am Ende dieses Jahrhunderts wurde die erste elektrische Strassenbeleuchtung der Kanarischen Inseln eingeweiht.

Die Geschichte wiederholt sich. Die schlechte Wirtschaftslage am Anfang des 20 Jhr. ist wieder Grund einer weiteren Auswanderungswelle vor allem nach Kuba. Infos zum Land hier.

Am Anfang dieses Jahrhunderts beginnt sich die Agrarlandschaft zu der heutigen zu entwickeln. Obwohl die Banane schon seit kurz nach der Eroberung bekannt ist, sie wurde von der Portugiesen aus Guinea gebracht, ist dies die Epoche in der die Pflanzungen in grossem kommerziellem Stiel beginnen.

1936 kommt Franco an die Macht, danach kommen die Folgen des zweiten Weltkrieges die viele Palmeros wieder zur Auswanderung zwing, diesmal nach Venezuela.

1978 stirbt Franco und 1982 bekommen die Inseln ihren Autonomie Status.

Der Tourismus nimmt einen immer wichtigeren wirtschaftlichen Faktor auf La Palma ein.

1971 bricht zum letzten mal in der neueren Geschichte von La Palma ein Vulkan im Süden der Insel aus und vergrössert sie um einige Hektar Land.

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